Samstag, 31. Oktober 2009

Radio Horeb bald in Dresden, Zwickau und Chemnitz

Der Medienrat der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) hat auf Empfehlung des Ausschusses Programm und Jugendschutz der Versammlung Übertragungskapazitäten zur Nutzung für digital-terrestrisch verbreitete Rundfunkprogramme und Telemedien durch private Veranstalter vergeben.

Demnach darf Radio Horeb künftig auch in Dresden, Zwickau und Chemnitz über DVB-T senden. Der Sender ist bereits in Leipzig über DVB-T zu empfangen.

Der Entscheidung des Medienrates ging ein öffentliches Ausschreibungs- und Anhörungsverfahren voraus, bei dem alle Bewerber berücksichtigt werden konnten. Diese einigten sich auf gemeinsam verwendete technische Parameter und Verfahren: So stehen den Fernsehvollprogramm-veranstaltern im Mittel 3,5 Mbit/s Datenrate je Programm und Sendegebiet zur Verfügung, im Hörfunkbereich sind es 128 kbit/s und die Fernsehspartenprogramme erhalten 2,0 Mbit/s.

Die DVB-T-Zulassungen knüpfen an das DVB-T-Projekt in Leipzig an, wo bereits seit Mitte März 2008 vier private Fernseh- und zwei Hörfunkprogramme probeweise digital-terrestrisch zu empfangen sind. Die jetzige Erweiterung um fünf zusätzliche Sendegebiete ermöglicht jenen privaten sächsischen Lokal- und Regionalfernsehprogrammen, die derzeit analog-terrestrisch verbreitet werden, auch nach der für Anfang 2010 geplanten Analog-Abschaltung weiterhin veranstaltet und über Antenne empfangen werden zu können. Darüber hinaus erhöhen die Veranstalter und Anbieter sonstiger Programme die Meinungs- und Programmvielfalt in den Sendegebieten.

Die SLM führt durch dieses Vergabeverfahren ihr bereits im Oktober 2008 begonnenes Vorhaben fort, einen möglichst nahtlosen Übergang von der analogen zur ausschließlich digitalen terrestrischen Fernsehversorgung zu gewährleisten. "Obwohl noch nicht abschließend feststeht, wer die Sendernetze künftig betreiben wird, hat die SLM mit der Lizenzerteilung die erforderliche programmliche und wirtschaftliche Planungssicherheit der betroffenen sächsischen privaten Fernsehveranstalter medienrechtlich sichergestellt", erklärte der Präsident des Medienrates der SLM, Prof. Kurt-Ulrich Mayer. (radiowoche.de)

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